Analyse
Das Zerlesen einer Substanz in ihre Grundbestandteile wird Analyse genannt. Im einfachsten Fall handelt es sich um die Analyse einer einzigen Verbindung.
Substanzen, die selbst noch unter dem Mikroskop einheitlich erscheinen, heißen homogene Systeme oder Stoffe. Ihre Bestandteile sind ineinander gelöst und gehören derselben Phase an. Sie sind entweder alle gasförmig, alle flüssig oder alle fest. Heterogene Systeme oder Stoffe sind dagegen uneinheitlich. Zum Beispiel Sand, Granit, Erde oder Holz. Oft gehören ihre Bestandteile verschiedenen Phasen an.
Will man eine Substanz analysieren, so spaltet man sie erst in große Gruppen mit ähnlichen Reaktionen bzw. Eigenschaften auf, diese in kleinere Gruppen mit ähnlichen Reaktionen bzw. Eigenschaften auf.
Schließlich weist man durch spezifische Reaktionen die einzelnen Elemente nach und trennt sie ab, indem man sie z.B. als Niederschlag ausfällt und abfiltriert. Man ermittelt so die qualitative Zusammensetzung und erfährt so, welche Grundbestandteile in einer Substanz enthalten sind.
Man unterscheidet zwischen physikalische und chemische Analysemethoden. Die Trennung heterogener Systeme in ihre homogenen Bestandteile geschieht auf physikalischem Weg, die Trennung homogener Systeme und der Nachweis ihrer Bestandteile sowohl physikalisch (z.B. durch Spektroskopie) als auch chemisch. Im letztgenannten Fall überführt man nicht wahrnehmbare Bestandteile der Analysesubstanz durch Zugabe bestimmter Chemikalien in wahrnehmbare Verbindung (erkennbar z.B. durch Farbumschlag oder Geruch). Auch zur quantitativen Analyse werden beide Methoden herangezogen.

